Der Beruf des Steuerberaters

Steuerberater üben Ihres Tätigkeiten freiberuflich aus. Es handelt sich um einen so genannten verkammerten Beruf, der strengen beruflichen Zugangsregelungen unterliegt. Diese bestehen beispielsweise im bestehen der Steuerberaterprüfung. Dort wird fundiertes steuerliches Fachwissen abgefragt. Insbesondere im mündlichen Teil der Prüfung wird jedoch tendenziell mehr Wert auf soziale Kompetenzen gelegt. Außerdem muss neben der Vorbildung ein Praxisnachweis über die bisher geleisteten Tätigkeiten erbracht werden.

Die Ausübung wird durch das Steuerberatungsgesetz geregelt. Viele Beratungsleistungen sind Vorbehaltsaufgaben und dürfen deshalb nur von zugelassenen Steuerberatern ausgeübt werden. Daneben gibt es aber auch Tätigkeiten z.B. Unternehmensberatung oder auch Vermögensgestaltungsberatung, die mit den Aufgaben des Steuerberaters vereinbar sind. Im Gegenzug sind insbesondere gewerbliche Tätigkeiten mit den Aufgaben des Steuerberaters unvereinbar, damit die Unabhängigkeit gewahrt bleibt.

Steuerberater können sich durch fachkundiges Personal, meistens Steuerfachangestellte, Steuerfachwirte oder auch Bilanzbuchhalter unterstützt werden. Diese müssen jedoch ihre Unterstützung weisungsgebunden, unter fachlicher Aufsicht und unter beruflicher Verantwortung des Steuerberaters leisten.

Steuerberater schulden den Mandanten eine umfassende richtige Beratung. Sie müssen die sich aus der Tätigkeit ergebenen Haftpflichtgefahren durch eine adäquate Berufshaftpflichtversicherung absichern. Die Honorare der Steuerberater sind in der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) geregelt. Das Honorar berechnet sich überwiegend nach Gegenstandswerten oder nach dem Zeitaufwand.

Die Bundessteuerberaterkammer als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist das Selbstverwaltungsorgan der Steuerberater.